Lebererkrankung im Endstadium (ESLD) - NYSORA

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Inhaltsverzeichnis

Mitwirkende

Lebererkrankung im Endstadium (ESLD)

Lebererkrankung im Endstadium (ESLD)

Lernziele

  • Erkennen von Lebererkrankungen im Endstadium (ESLD)
  • Management von ESLD

Definition und Mechanismen

  • Chronisches Leberversagen schreitet über Monate bis Jahre fort
  • Oft das Ergebnis einer Leberzirrhose
  • ESLD ist das Endstadium des akuten und chronischen Leberversagens, begleitet von Aszites, Varizenblutung, hepatischer Enzephalopathie, oder Nierenfunktionsstörung 
  • Patienten mit schweren Symptomen einer Zirrhose können von einer Lebertransplantation profitieren

Anzeichen und Symptome

  • Schwäche
  • Ermüden
  • Appetitverlust
  • Übelkeit
  • Erbrechen
  • Gewichtsverlust
  • Bauchschmerzen und Blähungen
  • Jucken

Dekompensierte Zirrhose

  • Blutende Varizen
  • Aszites
  • Enzephalopathie
  • Gelbsucht

Komplikationen

  • Ödeme und Aszites
  • Blutergüsse und Blutungen
  • Portale Hypertonie
  • Ösophagusvarizen und Gastropathie
  • Splenomegalie
  • Gelbsucht
  • Gallensteine
  • Empfindlichkeit gegenüber Medikamenten
  • Hepatische Enzephalopathie
  • Insulinresistenz u Typ 2 Diabetes mellitus
  • Leberkrebs

Anästhesiemanagement

Lebererkrankung im Endstadium (ESLD), Aszites, Alkohol, Desfloran, Remifentanil, Etomidat, Propofol, Zirrhose, Atracurium, Cisatracurium, Morphin, Fentanyl, Alfentanil, Vecuronium, IAP, hepatischer Blutfluss, Thiopental

Lebererkrankung im Endstadium (ESLD), TIPS, Diuretika, Hämoglobin, Betablocker

Denken Sie daran,

  • Patienten mit einer Lebererkrankung im Endstadium können sich ebenfalls entwickeln Nierenversagen
  • Dies ist oft mit einer Lebertransplantation reversibel, aber einige Patienten benötigen möglicherweise eine kombinierte Leber- und Transplantation Nierentransplantation

Empfohlene Lektüre

  • Abbas N, Makker J, Abbas H, Balar B. Perioperative Versorgung von Patienten mit Leberzirrhose: Eine Übersicht. Einblicke in Gesundheitsdienste. 2017;10:1178632917691270. Veröffentlicht am 2017. Februar 24.
  • Rakesh Vaja, BSc MBChB FRCA, Larry McNicol, MBBS (Hons) FRCA FANZCA, Imogen Sisley, MBChB MRCP FRCA, Anästhesie für Patienten mit Lebererkrankungen, Weiterbildung in Anästhesie, Intensivpflege und Schmerzen, Band 10, Ausgabe 1, Februar 2010, Seiten 15–19

Klinische Updates

Philips et al. (Zeitschrift für klinische und experimentelle HepatologieDie Autoren (2023) erläutern, wann bei Leberzirrhose im Endstadium Palliativversorgung eingeleitet werden sollte. Sie weisen darauf hin, dass hohe MELD- oder Child-Pugh-Scores, wiederholte Krankenhausaufenthalte, persistierendes akutes Leberversagen (ACLF), ein rascher Anstieg des MELD-Scores und zunehmende Gebrechlichkeit eine frühzeitige palliative Intervention erforderlich machen, anstatt bis zum Hospiz abzuwarten. Sie betonen die Bedeutung strukturierter Gespräche über die Behandlungsziele und das proaktive Management von stark belastenden Symptomen, die sichere Anwendung von Paracetamol (dosisangepasst), den Verzicht auf NSAR, die sorgfältige Auswahl von Opioiden (bei Nierenfunktionsstörung bevorzugt Hydromorphon), die Behandlung von Muskelkrämpfen (Taurin, Baclofen), Juckreiz (Cholestyramin, Rifampicin, Naltrexon) und Schlafstörungen sowie ausgewählte krankheitsmodifizierende Interventionen wie TIPS, Langzeit-Albumintherapie (im Kontext der ANSWER-Studie), Alfapump® und Shunt-Embolisation, wenn dies indiziert ist, um die Lebensqualität und das transplantationsfreie Überleben zu verbessern.

 

Gilbert-Kawai et al. (BJA Education, 2022Die Autoren beschreiben aktualisierte perioperative Managementstrategien für Patienten mit Lebererkrankungen und betonen dabei den Einsatz moderner Risikostratifizierungsinstrumente (CTP, MELD und VOCAL-Penn) sowie die frühzeitige Einbindung verschiedener Fachrichtungen, insbesondere bei Hochrisikopatienten oder dekompensierten Patienten. Sie heben den Paradigmenwechsel hin zu einer „ausgewogenen Hämostase“ hervor und raten von der routinemäßigen prophylaktischen Gabe von FFP bei erhöhtem INR-Wert ab. Stattdessen empfehlen sie viskoelastische Tests (z. B. ROTEM/ROTEG) zur Steuerung der Transfusion, wobei Thrombozytentransfusionen im Allgemeinen erst bei Werten < 50 × 10⁹/L erfolgen. Weiterhin betonen sie die Wichtigkeit eines sorgfältigen intraoperativen hämodynamischen Managements zur Prävention von akutem Nierenversagen und Leberdekompensation, den Verzicht auf nephrotoxische/hepatotoxische Medikamente sowie die postoperative Überwachung auf der Intensivstation/Überwachungsstation zur Früherkennung von Enzephalopathie, Infektionen und Stoffwechselstörungen.

 

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