Faszien-„Klicks“ und „Knalls“ sind bei Nervenblockaden üblich und können manchmal nützlich sein, um die Nadelposition zu bestimmen. Allerdings muss man vorsichtig sein, wenn man die Nadel durch die Faszien führt. Dies liegt daran, dass die Faszien typischerweise härter sind als die Gewebe davor oder dahinter. Folglich erfordert das Durchdringen der Faszie, um die Nadel nahe an den Nerven oder Plexi zu platzieren, eine gewisse Kraft. Wenn die Nadel die Faszie durchdringt, neigt die Nadel dazu, unkontrolliert vorzurücken, nachdem die Faszie nachgibt. Während des unkontrollierten Vorschiebens kann die Nadel die Nerven unter der Faszie mechanisch verletzen.
In diesem Video erklärt Dr. Hadzic die Rolle der Faszien bei Verletzungen im Zusammenhang mit Nervenblockaden unter Verwendung der erstaunlichen Reverse Ultrasound Anatomy Animation von NYSORA des interskalenären Plexus brachialis und schlägt Methoden zur Verringerung des Risikos vor.
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Klinische Updates
Faszienblockaden: Mikroanatomie erklärt Variabilität und klinische Wirksamkeit — Die Übersicht von Pirri et al. (Aktuelle Meinung in der Anästhesiologie, 2024) verdeutlicht, dass die Wirksamkeit von Faszienblockaden weniger von der einfachen „Ausbreitung zwischen den Schichten“ abhängt, sondern vielmehr von der Mikroanatomie der Faszie, einschließlich der Kollagenfaserorientierung, der Dichte des interfaszialen Bindegewebes und der eingebetteten neuronalen und vaskulären Strukturen. Die Faszie ist ein dynamisches, innerviertes Gewebe und kein inertes Kompartiment, was die variablen Wirkungseintritte, Ausbreitungsgrade und Wirkdauern von Blockaden wie ESP, TAP und QLB erklärt.
Die Übersichtsarbeit hebt hervor, dass die Ausbreitung von Lokalanästhetika durch eine Kombination aus Hydrodissektion, Diffusion entlang von Kollagennetzwerken und Aufnahme durch nozizeptive und sympathische Fasern innerhalb der Faszie erfolgt, anstatt durch eine gezielte Betäubung bestimmter Nerven. Klinisch unterstützt dieses Modell ultraschallgesteuerte Präzision, niedrigere Injektionsdrücke und individuell angepasste Volumina und verdeutlicht, warum manche Faszienblockaden eher eine Analgesie als eine tiefe Anästhesie bewirken. Insgesamt sind Faszienblockaden biologisch aktive Regionalanästhesieverfahren, die realistischere Erwartungen wecken und eine sicherere und konsistentere Anwendung im perioperativen Schmerzmanagement ermöglichen.
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