IV-Zugang bei Patienten mit Krebs oder Chemotherapie in der Vorgeschichte – NYSORA
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IV-Zugang bei Patienten mit Krebs oder Chemotherapie in der Vorgeschichte

IV-Zugang bei Patienten mit Krebs oder Chemotherapie in der Vorgeschichte

Patienten mit Krebs in der Vorgeschichte, insbesondere nach Chemotherapie, leiden häufig unter Venenveränderungen, die den intravenösen Zugang erschweren. Chemotherapeutika können Venenschäden verursachen, die zu Sklerose, verminderter Elastizität und erhöhter Venenbrüchigkeit führen. Wiederholte Venenpunktionen während der Behandlung können die Venenintegrität zusätzlich beeinträchtigen und zu eingeschränktem oder schwer zugänglichem Zugang führen.

Empfindliche Venen

  • Herausforderung: Durch die Chemotherapie werden die Venen häufig brüchig und können beim Einführen einer Infusion beschädigt werden.
  • Lösung: Wenden Sie sanfte Techniken an und verwenden Sie Nadeln mit kleinerem Durchmesser, um Venenschäden zu minimieren.

Websites mit eingeschränktem Zugriff

  • Herausforderung: Durch häufige intravenöse Therapien können die zugänglichen peripheren Venen erschöpft sein.
  • Lösung: Bewerten Sie die Patientenanamnese gründlich und wählen Sie alternative Veneneinstichstellen aus. Nutzen Sie Ultraschallkontrolle, um geeignete Venen zu visualisieren. Erwägen Sie den Einsatz von Midline-Kathetern, PICCs oder CVCs.

Reduzierte Immunität und Infektionsrisiko

  • Herausforderung: Krebs und Chemotherapie können das Immunsystem schwächen und das Infektionsrisiko erhöhen.
  • Lösung: Bei der intravenösen Einführung und Pflege müssen strenge aseptische Maßnahmen ergriffen werden. Kontrollieren Sie die Kanülierungsstellen regelmäßig auf Anzeichen einer Infektion und reagieren Sie umgehend.

Gewebeveränderungen und Empfindlichkeit

  • Herausforderung: Einige Chemotherapeutika können Gewebeveränderungen hervorrufen, die die Haut empfindlicher machen oder zu Paravasatverletzungen führen.
  • Lösung: Gehen Sie vorsichtig mit der Haut um. Wählen Sie Nadeln mit kleinerem Durchmesser und überprüfen Sie die Einstichstellen regelmäßig auf Anzeichen von Undichtigkeiten oder Verletzungen.

Flüssigkeitsüberladung

  • Herausforderung: Bestimmte Krebsbehandlungen können zu Flüssigkeitsretention führen, was die Verabreichung zusätzlicher intravenöser Flüssigkeiten erschwert.
  • Lösung: Berechnen und überwachen Sie die Menge der verabreichten intravenösen Flüssigkeiten sorgfältig, um eine Flüssigkeitsüberladung zu vermeiden.

ANMERKUNG

  • Um bei Patienten mit beeinträchtigtem Venenzugang lebensfähige Venen zu identifizieren und eine erfolgreiche Kanülierung zu erreichen, können fortgeschrittene Techniken wie ultraschallgesteuerte intravenöse oder zentrale Venenzugänge erforderlich sein.
  • Bei manchen Patienten kann ein chirurgischer Eingriff erforderlich sein, um einen dauerhaften Zugang zum Blutkreislauf für eine wiederholte Chemotherapie herzustellen.

Überbeanspruchte Venen mit Hautverfärbung durch Bestrahlung bei einem Krebspatienten.

Klinische Updates

  • Duggan et al. (Cochrane Database of Systematic Reviews, 2024) beschreiben ein Protokoll für die erste umfassende, auf randomisierten kontrollierten Studien (RCTs) basierende Übersichtsarbeit, die periphere Venenkatheter (PIVCs), Midline-Katheter, PICCs, CICCs, getunnelte zentralvenöse Katheter (ZVK) und vollständig implantierte Gefäßzugangssysteme (TIVADs) bei Erwachsenen unter Langzeit-Systemtherapie gegen Krebs vergleicht. Die Übersichtsarbeit wird insbesondere katheterbedingte Venenthrombosen, Phlebitis, Extravasation, Okklusion, Blutstrominfektionen, die Anzahl der Insertionsversuche, die Kosteneffektivität und die Lebensqualität bewerten. Diese Arbeit unterstreicht den Bedarf an onkologischen Algorithmen für Gefäßzugänge, die den Erhalt der Gefäßgesundheit und die Reduzierung von Komplikationen priorisieren, anstatt bei Patienten unter Langzeit-Chemotherapie standardmäßig wiederholt PIVCs zu verwenden.

Referenz: Duggan C et al. Gefäßzugangssysteme für verlängerte intravenöse Therapien bei Krebspatienten. Cochrane Database Syst Rev. 2024;8:CD015667.

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