Falldarstellung
Ein 80-jähriger Patient mit einer Vorgeschichte einer kritischen Aortenstenose und einer dokumentierten DNR-Anordnung wurde dem Operationssaal vorgestellt. Der Patient hatte in der Vergangenheit wiederkehrende Episoden von Herzinsuffizienz und wurde als „Wanderer auf einem schmalen Grat“ beschrieben. Der primäre chirurgische Eingriff bestand in der Reparatur einer offenen Wunde über dem Ellenbogen mithilfe eines freien Lappens vom ipsilateralen Unterarm. Zusätzlich wurde ein Hauttransplantat vom anterolateralen Oberschenkel entnommen.
Techniken zur Nervenblockade
- Costoklavikulärer Plexus brachialis Block: Unter Ultraschallkontrolle wurde der Plexus brachialis im Costoclavicularraum sichtbar gemacht. Nach Bestätigung der korrekten Nadelposition wurden 15 ml 0.5 % Ropivacain injiziert. Zur kontinuierlichen Infusion wurde ein Katheter platziert, um eine anhaltende Analgesie und eine bessere Perfusionsdauer des Transplantats in der postoperativen Phase sicherzustellen.

Costoklavikulärer Plexus brachialis Block; Umgekehrte Ultraschallanatomie mit Nadeleinführung in der Ebene und Ausbreitung des Lokalanästhetikums (blau). AA, Arteria axillaris; AV, Achselvene; LC, Seitenschnur; MC, mediales Rückenmark; PC, hinteres Rückenmark; R2, zweite Rippe.
- Blockaden des Nervus cutaneus femoralis lateralis und des Nervus femoralis: Die Blockaden wurden durchgeführt, um den anterolateralen Oberschenkel, an dem das Hauttransplantat entnommen wurde, zu betäuben. Unter Ultraschallführung wurden sowohl der N. cutaneus femoralis lateralis als auch der N. femoralis identifiziert und 5 ml 0.25 % Bupivacain wurden um jeden Nerv injiziert.

Blockade des lateralen femoralen Hautnervs; Umgekehrte Ultraschallanatomie mit Nadeleinführung in der Ebene und Ausbreitung des Lokalanästhetikums (blau). LFCN, lateraler femoraler Hautnerv.

Femoralnervenblockade; Umgekehrte Ultraschallanatomie mit Nadeleinführung in der Ebene und Ausbreitung des Lokalanästhetikums (blau). FA, Oberschenkelarterie; FV, Oberschenkelvene; FN, N. femoralis; GnFN, Nervus genitofemoralis; LFCN, lateraler femoraler Hautnerv.
Patientenergebnis
Die Operation verlief ohne Komplikationen oder Zwischenfälle. Die Blöcke sorgten für eine ausreichende Anästhesie für den Eingriff, sodass keine zusätzlichen Anästhetika erforderlich waren. Die Transplantation der Wundstelle war erfolgreich. Aufgrund der Nervenblockaden und der kontinuierlichen Infusion durch den Katheter hatte der Patient während und nach der Operation eine wirksame Schmerzkontrolle.
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