Fallstudie: Tenosynovitis De Quervain – NYSORA

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Fachwissen
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Fallstudie: Tenosynovitis De Quervain

Die Tendovaginitis de Quervain ist eine schmerzhafte Erkrankung der Sehnen auf der Daumenseite des Handgelenks. Sie tritt besonders häufig bei Personen auf, die wiederholte Handbewegungen ausführen, wie z. B. bei körperlicher Arbeit oder bei häufigem Gebrauch der Hände. Dieser Artikel präsentiert eine detaillierte Fallstudie einer 56-jährigen Frau, bei der Tendovaginitis de Quervain diagnostiziert wurde.

Falldarstellung

Hintergrund des Patienten:

  • Alter/Geschlecht: 56-jährige Frau
  • Beruf: 6 Jahre in einer Druckerei gearbeitet
  • Symptome: Chronische Schmerzen in der linken Hand seit sechs Monaten
  • Geschichte: Keine Vorgeschichte einer Handverletzung

Die Patientin litt an chronischen Schmerzen im radialen Bereich des Handgelenks, die sich in den letzten sechs Monaten zunehmend verschlimmert hatten. Ihre Berufsgeschichte mit wiederholten Handbewegungen ließ auf eine mögliche Überlastungsverletzung schließen.

Diagnose

Körperliche Untersuchung

  • Finkelstein-Test: Positiv

Ultraschallbefunde

  • Querschnitt: Zeigt einen dünnen Rand aus entzündlicher Flüssigkeit, der die Sehnen im Streckkompartiment 1 umgibt.

Querschnitt des Extensorenkompartiments 1 mit einem umgebenden dünnen Rand aus entzündlicher Flüssigkeit. APL, Entführer pollicis longus; EPB, extensor pollicis brevis.

  • Längsansicht: Zeigt geschwollene Sehnen (Musculus abductor pollicis longus [APL] und Musculus extensor pollicis brevis [EPB]) mit umgebender entzündlicher Flüssigkeit.

Längsansicht des Streckkompartiments 1 mit geschwollenen Sehnen und einem umgebenden dünnen Rand aus entzündlicher Flüssigkeit. APL, Entführer pollicis longus; EPB, extensor pollicis brevis.

Bildgebungszusammenfassung:

  • Diagnose: Tenosynovitis de Quervain.
  • Ultraschallrolle: Bietet eine detaillierte Abbildung der entzündeten Sehnen und der umgebenden Strukturen und ermöglicht so eine präzise Diagnose und Behandlungsplanung.

Behandlung

Übersicht über Kortikosteroid-Injektionen:

  • Ziel: Schmerzlinderung und Entzündungshemmung der betroffenen Sehnen.
  • Zielgebiet: Sehnenscheide des Strecksehnenfachs 1 über dem Handgelenk.

Ultraschallgesteuerte Injektionstechnik:

  1. Ultraschall-Setup:
    • Wandler: 3–13 MHz linearer Wandler, vorzugsweise eine Hockeyschlägersonde zur besseren Nadelvisualisierung.
    • Preset: Bewegungsapparat.
    • Orientierung: Axial.
    • Tiefe: 1 cm.
  2. Patientenpositionierung:
    • Position: Patient in Rückenlage mit halbproniertem Handgelenk. Ein Gelschlauch wird unter das Handgelenk gelegt, um eine minimale Ulnardeviation für eine bessere Bildgebung zu erreichen.
  3. Identifizierung von Orientierungspunkten:
    • Wichtige Orientierungspunkte: APL, EPB-Sehnen und umgebende entzündliche Flüssigkeit.
  4. Nadeleinstich:
    • Sterile Zubereitung: Sterilisieren Sie Handgelenk, Hand und Schallkopf.
    • Lokale Betäubung: Um eine Verzerrung der Injektionsebene zu vermeiden, infiltrieren Sie mit 0.5 ml 2 %igem Lidocain.
    • Nadeltechnik: Eine 24-Gauge-Nadel mit einer Länge von 1.25 Zoll wird von lateral nach medial eingeführt, wobei die Speichenarterie und die Sehnen vermieden werden.
    • Injektion: 1 ml 1%iges Lidocain mit 10 mg Triamcinolon wird in die Sehnenscheide injiziert. Eine Nadelfensterung kann durchgeführt werden, um das Retinaculum extensorum über den APL- und EPB-Sehnen freizugeben.

Wichtige Überlegungen:

  • Vermeiden Sie Injektionen in die Sehne: Um Sehnenschäden vorzubeugen, sollte darauf geachtet werden, dass die Injektion eher in die Sehnenscheide als in die Sehne selbst erfolgt.

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