Falldarstellung
Ein 45-jähriger männlicher Patient kam mit starken Schmerzen in die Notaufnahme und wies nach einem Sturz von einer Leiter eine deformierte rechte Ferse auf. Die Röntgenaufnahme bestätigte das Vorliegen einer Fersenbeinfraktur. Aufgrund der Komplexität der Fraktur wurde ein chirurgischer Eingriff empfohlen.

Techniken zur Nervenblockade
Die Reparatur der Fersenbeinfraktur wurde unter einem Kniekehlen- und Adduktorenkanalblock durchgeführt.
- Kniekehlenblock: Zur Identifizierung der Ischiasnervenscheide in der Kniekehle wurde ein linearer Hochfrequenzwandler verwendet. Eine 22-Gauge-Nadel wurde unter Ultraschallführung aus der Ebene vorgeschoben, um 15 ml 1 % Ropivacain in die Ischiasnervenscheide zwischen dem Nervus tibialis und dem Nervus peroneus communis zu verabreichen.

Umgekehrte Ultraschallanatomie für einen Kniekehlenblock mit Nadeleinführung außerhalb der Ebene. Die Ausbreitung des Lokalanästhetikums ist blau dargestellt. TN, Schienbeinnerv; CPN, N. peroneus communis; PA, Arteria poplitea; PV; Kniekehlenvene; SmM, Semimembranosus-Muskel; BFM, Musculus biceps femoris.
- Adduktorenkanalblock: Nach der Identifizierung des Nervus saphenus im Adduktorenkanal wurden 5 ml 1 %iges Ropivacain zur Schmerzbehandlung bei Tourniquet injiziert. Für den chirurgischen Eingriff wurde das Tourniquet knapp unterhalb des Knies positioniert.

Umgekehrte Ultraschallanatomie für einen Adduktorenkanalblock mit Nadeleinführung in der Ebene. Die Ausbreitung des Lokalanästhetikums ist blau dargestellt. SaN, Nervus saphenus; FA, Oberschenkelarterie; FV, Oberschenkelvene; SaM, Musculus sartorius; VMM, Vastus medialis-Muskel; ALM, Musculus adductor longus; AMM, Musculus adductor magnus.
Patientenergebnis
Die Kombination der Kniekehlen- und Adduktorenkanalblockaden diente bei diesem Patienten als Vollnarkose und postoperative Analgesie. Der Patient berichtete über minimale Schmerzen in der unmittelbaren postoperativen Phase mit einem Schmerzscore von 1–2/10. Die Operation selbst verlief reibungslos und ohne Komplikationen. Die frühe postoperative Mobilisierung wurde gefördert und zeigte gute Fortschritte.
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