Lernziele
- Beschreiben Sie die Gesamtmechanismen von AF
- Risikofaktoren für perioperatives Vorhofflimmern erkennen
- Verwalten Sie Patienten mit VHF oder VHF-Risiko
Definition & Mechanismen
- Vorhofflimmern (AF) ist die häufigste anhaltende Arrhythmie
- Sehr schnelle und unkoordinierte atriale Aktivität
- Verdopplung der vorzeitigen Sterblichkeit
- Wichtiger Faktor bei schwerwiegenden unerwünschten kardiovaskulären Ereignissen wie Herzinsuffizienz, schwerwiegend Schlaganfall und Herzinfarkt
- Auslösung und Aufrechterhaltung von Vorhofflimmern können mit „Auslöser“ (auslösendes Ereignis) und „Substrat“ (Vorhofumbau, der Vorhofflimmern aufrechterhält) verknüpft werden
- Risiko einer Herzinsuffizienz, embolische Ereignisse, Schlaganfall
Risikofaktoren für perioperatives Vorhofflimmern
| Patientenbezogen | Chirurgiebezogen |
|---|---|
| Alter | Hypovolämie und Hypervolämie |
| Rasse (geringeres Risiko in der afrikanischen Bevölkerung) | Hypoxie |
| Vorgeschichte von Vorhofflimmern | Intraoperativ Unterdruck |
| Kongestiver Herzinsuffizienz | Verwendung von Katecholamin-Vasopressoren im Vergleich zu Nicht-Katecholamin-Vasopressoren |
| Ischämische Herzerkrankung | Trauma |
| Hypertonie | Schmerzen |
| Chronisch Nierenversagen | Art der Operation |
| Sepsis | Hypoglykämie |
| Asthma | Elektrolyt Anomalien (hauptsächlich Hypokaliämie als auch Hypomagnesiämie) |
| Herzklappenerkrankung | Anämie |
| Obstruktive Schlafapnoe |
Verwaltung

Denken Sie daran,
- Patienten, die perioperatives Vorhofflimmern entwickeln, haben eine höhere Krankenhaussterblichkeit und längere Krankenhausaufenthaltsdauer
- Patienten mit vorbestehendem Vorhofflimmern, die ein perioperatives Vorhofflimmern entwickeln, haben ähnliche Ergebnisse im Vergleich zu Patienten, die de novo ein perioperatives Vorhofflimmern entwickeln
Empfohlene Lektüre
- Karamchandani K, Khanna AK, Bose S, Fernando RJ, Walkey AJ. Vorhofflimmern: Aktuelle Evidenz und Behandlungsstrategien während der perioperativen Phase. Anästhesie & Analgesie. 2020;130(1).
- Wijesurendra RS, Casadei B. Mechanismen des Vorhofflimmerns. Herz. 2019;105(24):1860-1867
Klinische Updates
Suleiman et al. (BJAEine Übersichtsarbeit aus dem Jahr 2025 fasst die aktualisierten Erkenntnisse zum perioperativen Management von direkten oralen Antikoagulanzien (DOAK), die häufig bei Vorhofflimmern verschrieben werden, im Zusammenhang mit neuraxialen und tiefen peripheren Nervenblockaden zusammen und hebt die Unterschiede zwischen den ASRA-Leitlinien von 2025 und dem PAUSE-Protokoll hervor. ASRA empfiehlt eine konservativere Unterbrechung und selektive DOAK-Spiegelbestimmungen, während die PAUSE-Strategie kürzere, zweitägige Unterbrechungen ohne routinemäßige Tests unterstützt. Pilotdaten der PAUSE-2-Studie zeigen, dass etwa 95 % der Patienten die Ziel-DOAK-Spiegel mit einer um 25 % kürzeren Unterbrechung erreichen, ohne dass Anzeichen für ein erhöhtes Blutungsrisiko vorliegen. Das seltene Risiko eines spinalen Hämatoms ist jedoch noch nicht ausreichend untersucht. Diese Ergebnisse legen nahe, dass individualisierte DOAK-Unterbrechungsstrategien bei Patienten mit Vorhofflimmern den Zugang zur neuraxialen Anästhesie sicher erweitern und gleichzeitig den Thromboembolieschutz aufrechterhalten können.
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