Lernziele
- Berücksichtigen Sie die Einschränkungen und Herausforderungen der Anästhesie außerhalb des Operationssaals
- Beschreiben Sie die Überlegungen zur Anästhesie für bestimmte Anästhesieverfahren außerhalb des Operationssaals
Hintergrund
- Die Anästhesie außerhalb des Operationssaals (NORA) bezieht sich auf alle Anästhesieverfahren, die außerhalb des Operationssaals durchgeführt werden
- NORA ist ein wachsendes Feld im Gesundheitswesen
- Die Unkenntnis der Umgebung kann eine Herausforderung sein
Überlegungen
- Einschränkungen des Raumes
- Ausrüstung kann fehlen
- Ungewohnte Umgebung
- Das Personal kann mit Anästhesieverfahren nicht vertraut sein
- Exposition gegenüber Strahlung
- NORA-Standorte haben einen größeren Anteil an Patienten mit ASA-Status III-V
- Anästhesieverfahren, Überwachung und Analgesie sollten den gleichen Standards wie im Operationssaal entsprechen
- Potenzial für Ad-hoc-Anfragen, Planungsinkonsistenzen, schlechte Kommunikation und weniger Geduld
Gängige NORA-Verfahren

Empfohlene Lektüre
- Wong T, Georgiadis PL, Urman RD, Tsai MH. Anästhesie außerhalb des Operationssaals: Patientenauswahl und besondere Überlegungen. Lokale Reg. Anesth. 2020;13:1-9. Veröffentlicht am 2020. Januar 8. doi:10.2147/LRA.S181458
- Chung M, Vazquez R. Anästhesie außerhalb des Operationssaals. In: Gropper MA, Herausgeber. Millers Anästhesie, Neunte Auflage, 2020. Elsevier, Philadelphia. P. 2284-2312.
Klinische Updates
Primm et al. (Current Opinion in Anesthesiology, 2025) berichten, dass die Anzahl und Komplexität von NORA-Eingriffen weiterhin rasant zunehmen. Prognosen zufolge könnten NORA-Eingriffe innerhalb des nächsten Jahrzehnts bis zu 50 % aller Anästhesien ausmachen. Der Übersichtsartikel hebt bedeutende Fortschritte in der gastrointestinalen Endoskopie, Elektrophysiologie und interventionellen Radiologie hervor und beschreibt gleichzeitig den zunehmenden Einsatz von Remimazolam zur Sedierung aufgrund seines günstigen hämodynamischen Profils bei Hochrisikopatienten.
